HYPO-FIT®
Unterzuckerung - die plötzliche Gefahr
Alle 2-5 Jahre erleidet ein Typ 1-Diabetiker eine schwere Unterzuckerung, bei der er auf ärztliche Hilfe angewiesen ist. Unzählig dagegen sind die Fälle von leichten Unterzuckerungen, die viele Diabetiker tagtäglich erleben.
Durch eine rasche Behandlung mit schnellen Kohlenhydraten verhindern sie, dass sie im Alltag plötzlich bewusstlos werden und dabei sich und andere gefährden.
Das Risiko für eine Unterzuckerung besteht für alle Diabetiker mit einer Insulintherapie und Typ-2-Diabetiker, die Sulfonylharnstoffe oder Glinide (z.B. Euglucon ®, Glibenclamid, Glimepirid, Novonorm®) einnehmen.
Akuter Energiemangel
Von einer Unterzuckerung spricht man, wenn der Blutzuckerspiegel unter 50mg/dl (2,8mmol/l) sinkt. Dabei werden die Zellen zunehmend mit weniger Glucose versorgt. Der Körper versucht entgegenzusteuern, indem er Stresshormone mit Wirkung auf Herz und Kreislauf freisetzt. Der Diabetiker nimmt diese Reaktion als Schwitzen, schnellen Puls, weite Pupillen, Zittern und Blässe war. Im Gehirn macht sich der Energiemangel durch Funktionsstörungen der Nervenzellen bemerkbar. Anzeichen hierfür sind Heißhunger, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, ein pelziges Gefühl um die Lippen, Verwirrtheit, Sehstörungen und Sprachstörungen. Später können auch Verhaltensänderungen, Aggressivität, Koordinationsschwierigkeiten, bei Kindern und Jugendlichen Krampfanfälle sowie Bewusstlosigkeit auftreten.
Bei Diabetikern, die häufig Unterzuckerungen erleiden, kann die Wahrnehmung der oben genannten Anzeichen gestört sein. Symptome werden oft erst bemerkt, wenn der Blutzuckerspiegel schon zu weit gesunken ist. Häufig können sie selbst dann nicht mehr angemessen reagieren.
Deshalb ist es so wichtig, jede Unterzuckerung frühzeitig zu behandeln.
Schnell reagieren
Bereits bei den ersten Anzeichen einer Unterzuckerung ist es sinnvoll, 1-2 BE in Form von schnellwirksamen Kohlenhydraten zu sich zu nehmen. Das können 1-2 Beutel Flüssigzucker (z.B. HYPO-FIT®), 3-4 Traubenzuckertäfelchen oder ein Glas Traubensaft, Fruchtsaftgetränk oder zuckerhaltige Limonade sein (keine Light-Produkte). Ein entsprechender Vorrat sollte auch unterwegs immer griffbereit sein. Flüssigzuckerbeutel und Traubenzuckertäfelchen sind so handlich und klein, dass sie in jeder Tasche Platz finden. Eine rechtzeitige Einnahme bewahrt vor Schlimmerem.
Anschließend wird der Blutzucker gemessen und gegebenenfalls weitere BE gegessen oder getrunken.
Bei schweren Unterzuckerungen mit Bewusstlosigkeit darf dem Diabetiker nichts eingeflößt werden, da er dabei ersticken kann. Angehörige, die entsprechend unterwiesen wurden, können dem Betroffenen Glucagon subkutan oder intramuskulär injizieren. Dieses Hormon sorgt für die Ausschüttung der Zuckerreserven aus der Leber. Wenn die Person nach einigen Minuten aus der Bewusstlosigkeit erwacht, kann sie 2-3 BE schnellwirksame Kohlenhydrate wie oben erwähnt zu sich nehmen, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und die Speicher wieder aufzufüllen.
Schwere Unterzuckerungen vermeiden
Da Unterzuckerungen zu unangenehmen und riskanten Situationen führen können, sollten Diabetiker alles tun, um schwere Unterzuckerungen zu vermeiden. Neben dem Mitführen von schnellen Kohlenhydraten und einem Diabetiker-Ausweis mit den wichtigsten Informationen für Außenstehende gehört auch eine sorgfältige Einschätzung der letzten Unterzuckerungssituation dazu. Was waren die Gründe für den absinkenden Blutzuckerspiegel? Zu viel Insulin gespritzt, zu viel bewegt, zu wenig gegessen, Alkohol getrunken? Die richtige Schlussfolgerung hilft, solche Fehler zukünftig zu vermeiden.

