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Hintergrundinformationen zu DMP

In der Praxis: Dokumentation

 

Was wird dokumentiert?

Was passiert mit den Daten?

Welchem Zweck dient die Dokumentation?

Beispiele für Daten, die bei Diabetes mellitus dokumentiert werden

 

Download: Informationen zum Datenschutz aus dem Einschreibungsformular

Was wird dokumentiert?

Bei jedem Gespräch dokumentiert der Arzt Untersuchungsergebnisse, den vereinbarten Behandlungsplan, die Therapieziele und welche Schulungen z.B. dem Patient empfohlen werden.

Beispiele für dokumentierte Daten bei Diabetes mellitus

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Was passiert mit den Daten?

Die erhobenen Patientendaten unterliegen den strengen Datenschutzbestimmungen. Zugang zu den Daten haben nur besonders dafür geschulte Personen. Nach einer Frist von 7 Jahren werden sie wieder gelöscht. Nach dem Arztgespräch erhält der Patient einen Ausdruck seiner Dokumentation. So hat er einen Einblick in seine Therapie, genaue Diagnose und in die gemeinsam vereinbarten Ziele.

Von der Arztpraxis werden die Daten an die Datenstelle der Krankenkasse übermittelt. Dort wird überprüft, ob alles ausgefüllt wurde, die Daten plausibel sind und rechtzeitig übermittelt wurden.

Von dort gehen die Daten anonymisiert an eine gemeinsame Einrichtung der Krankenkasse und kassenärztlichen Vereinigung, wo die Daten nach therapeutischen Gesichtspunkten ausgewertet werden. Es wird z.B. geprüft, ob das DMP die Behandlung verbessert. Der Arzt erhält eine Statistik wie seine Patienten im Vergleich zu Patienten anderer Praxen profitieren.

Von der Datenstelle bekommt auch die Krankenkasse die Daten der Versicherten. Sie werden verwendet, um die Versicherten zur Krankheit zu beraten, ihnen zu passenden Anlässen Informationsmaterial zukommen zu lassen und sie an Termine für Schulungen oder weitere Arzttermine zu erinnern.

Die Krankenkasse darf die Daten nicht verwenden, um Patienten von bestimmten Tarifen oder Leistungen auszuschließen. Außerdem darf es keine finanzielle Konsequenzen haben, sollte der Versicherte die vereinbarten Ziele nicht erreichen.

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Welchem Zweck dient die Dokumentation?

Zum einen dient sie dazu, die vereinbarten Ziele und Maßnahmen festzuhalten und zu berücksichtigen. Längerfristig bildet sie so übersichtlich und vollständig den Krankheitsverlauf ab.

Der Arzt hat mit dem Dokumentationsbogen eine Checkliste, anhand derer er alle Aspekte der Krankheit im Auge behält.

Ausgedruckt ist sie ein nützliches Begleitschreiben für andere Ärzte, die sich damit schnell einen Überblick verschaffen können, wenn der Patient zu Fachärzten oder ins Krankenhaus muss.

Zum anderen ermöglicht die Dokumentation, die Effektivität des Disease Management Programmes insgesamt zu beurteilen.

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Beispiele für Daten, die bei Diabetes mellitus dokumentiert werden:

Allgemeiner Datensatz:

  • DMP-Fallnummer
  • Arzt- und Betriebsstättennummer
  • Krankenhaus-IK (Institutskennzeichen)
  • Dokumentationstyp (Erst-/Folgedoku)
  • Geschlecht

Allgemeine Anamnese- und Befunddaten:

  • Körpergröße
  • Körpergewicht
  • Blutdruck
  • Raucher
  • Begleiterkrankungen
  • Serum-Kreatinin

Behandlungsplanung:

  • Vom Patienten gewünschte Infoangebote
  • Dokumentationsintervall (abhängig vom Krankeitsstatus)
  • Datum der nächsten geplanten Dokumentation
  • Datum der Erstellung

Krankheitsspezifisch:

  • HbA1c
  • Pathologische Urin-Albumin-Ausscheidung
  • Fußstatus
    •             Pulsstatus
    •             Sensibilitätsprüfung
    •             Fußstatus nach Wagner-Armstrong-Klassifikation
  • Spätfolgen: Nephropathie, Neuropathie, Retinopathie
  • Relevante Ereignisse, z.B. Nierenersatztherapie, Erblindung, Amputation, Herzinfarkt
  • Schwere Hypoglykämien
  • Stationäre Aufenthalte wegen Nichterreichens des HbA1c
  • Stationäre notfallmäßige Behandlung wegen Diabetes mellitus
  • Medikamente:
    •             Insulin oder Insulinanaloga
    •             Glibenclamid
    •             Metformin
    •             Sonstige Orale Antidiabetika
    •             Thromozytenaggregationshemmer
    •             Betablocker
    •             ACE-Hemmer
    •             Statine
    •             Sonstige Antihypertensiva
  • Schulung empfohlen
  • Empfohlene Schulung wahrgenommen

Behandlungsplan:

  • Zielvereinbarung HbA1c
  • Ophthalmologische Netzhautuntersuchung
  • Diabetesbezogene Ein-/Überweisung veranlasst

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