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Hintergrundinformationen zu DMP

In der Praxis: Inhalt der DMP-Verträge

In den Verträgen ist genau festgelegt, welche Teilnahmevoraussetzungen Ärzte und Versicherte mitbringen müssen, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um eine Diagnose zu stellen, wie häufig welche Untersuchungen durchgeführt werden, welche Medikamente mit gesicherter Wirkung eingesetzt werden sollten, bei welchen Fällen an einen Facharzt überwiesen wird, wie lange er dort betreut wird, welche Schulungsprogramme verwendet werden und vieles mehr.

Inhalte Diabetes mellitus Typ 1
Inhalte Diabetes mellitus Typ 2

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Beispiele für Inhalte zu Diabetes mellitus Typ 1:

  • Vorrangig Verwendung von Human- oder Schweineinsulin. Analoginsuline können in begründeten Fällen eingesetzt werden; der Patient muss allerdings informiert werden, dass dafür noch keine Belege für die Sicherheit in der Langzeitanwendung existieren, oder dass nicht klar ist, ob Analoginsulin trotz gleicher Blutzuckersenkung genauso vor Folgeerkrankungen schützt wie konventionelle Insuline.
  • Therapiestandard ist die intensivierte Insulintherapie mit selbständiger Stoffwechselkontrolle und -anpassung
  • Maßnahmen zur Früherkennung von Folgeerkrankungen: regelmäßige Kontrolle von Urin, Fußinspektion und Augenarztbesuch
  • Empfehlung, das Rauchen aufzugeben
  • Blutdrucksenkung durch Diuretika (Hydrochlorothiazid, Chlortalidon, Furosemid), beta-1-selektive Blocker (Metoprolol, Atenolol) und ACE-Hemmer (Captopril, Enalapril, Ramipril).
  • Behandlung der schmerzhaften diabetischen Neuropathie durch Amitriptylin oder Carbamazepin
  • Bei erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Einsatz von Statinen (Simvastatin, Pravastatin)

Generell werden Medikamente eingesetzt, mit denen jahrelange Erfahrungen bestehen, und deren Wirksamkeit in großen Studien nachgewiesen wurden. Neuere Substanzen können in begründeten Fällen eingesetzt werden, allerdings ist deren Wirksamkeit nicht so weitreichend belegt.

 

Beispiele für Inhalte zu Diabetes mellitus Typ 2:

  • Basistherapie besteht aus Ernährungsberatung, Tabakverzicht, körperliche Bewegung und eine der Therapie angemessenen Stoffwechselselbstkontrolle und – interpretation
  • Blutzuckersenkung vorrangig durch Glibenclamid, Metformin oder Human- oder Schweineinsulin
  • Maßnahmen zur Früherkennung von Folgeerkrankungen: regelmäßige Kontrolle von Urin, Fußinspektion und Augenarztbesuch
  • Blutdrucksenkung durch Diuretika (Hydrochlorothiazid, Chlortalidon, Furosemid), beta-1-selektive Blocker (Metoprolol, Atenolol) und ACE-Hemmer (Captopril, Enalapril, Ramipril).
  • Behandlung der schmerzhaften diabetischen Neuropathie durch Amitriptylin oder Carbamazepin
  • Bei erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Einsatz von Statinen (Simvastatin, Pravastatin

Generell werden Medikamente eingesetzt, mit denen jahrelange Erfahrungen bestehen, und deren Wirksamkeit in großen Studien nachgewiesen wurden. Neuere Substanzen können in begründeten Fällen eingesetzt werden, allerdings ist deren Wirksamkeit nicht so weitreichend belegt.

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