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Welches DMP ist geeignet?

Disease Management Programme privater Krankenversicherungen

Disease Management Programme privater Krankenversicherungen unterliegen nicht den gesetzlichen Vorgaben wie Programme von gesetzlichen Krankenkassen.

Da diese Programme nicht durch einen Risikostrukturausgleich finanziert werden, müssen die Kassen selbst dafür aufkommen. Umso höher ist natürlich das Interesse, mit einer verbesserten Betreuung Folgeerkrankungen und damit Leistungsausgaben zu reduzieren. Aus diesem Grund steht auch der Patient eher im Mittelpunkt. Es zählt weniger die Quantität an eingeschriebenen Versicherten als vielmehr die Qualität der Behandlung.

Elemente der DMP privater Krankenkassen können sein:

  • Telefonische Beratung, oft in Zusammenarbeit mit externen medizinischen Experten (Gesundheitsdienstleister
  • Ermittlung des persönlichen Risikos und individuelle Betreuung abhängig vom Gesundheitszustand
  • kostenlose Blutzucker- oder Blutdruckmessgerät
  • Erstattung der Kosten für ambulante Schulungen
  • Information über Gesundheitsthemen, Broschüren, Newsletter
  • Präventionsprogramme, z.B. Ernährung
  • ggf. Einsatz von telemedizinischen Geräten (Fernüberwachung z.B. von Blutzucker und Blutdruck durch regelmäßige Übermittlung der Werte an Ärzte)

Je nach Ausgestaltung des Programms werden nur einige oder alle dieser Elemente angeboten.

Praktische Probleme:

Geringes Engagement der Patienten.
Hohes Lebensalter und eine lange Leidensgeschichte sind die Haupthindernisse bei der Umsetzung von Lebensstiländerungen im Rahmen eines DMP.


Fehlende Akzeptanz bei den Ärzten.
Während die Vorgehensweise bei den gesetzlichen DMP einheitlich ist, unterscheiden sich Formulare und Umfang der privaten DMP oft beträchtlich. Vielen Ärzten fehlt die Zeit, sich wegen einzelner Patienten intensiv darüber zu informieren. Auch dass keine ihrer übergeordneten Vertretungen (z.B. Kassenärztliche Vereinigungen) oder der Gesetzgeber miteinbezogen sind, fördert die Skepsis gegenüber privater Programme.

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