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Einblick in Disease Management Programme (DMP)

Häufig gestellte Fragen

Was muss ich als Patient beitragen?

Was passiert, wenn ich aufhören möchte?

Kann ich den Arzt wechseln?

Welche Konsequenzen hat es, wenn ich Schulungen und Termine nicht wahrnehme?

Welche Konsequenzen hat es, wenn ich vereinbarte Therapieziele nicht erreiche?

Wo finde ich Informationen, ob es bei meiner Krankenkasse, für meine Erkrankung und in meiner Region ein DMP gibt?

Wer führt die Schulungen im Rahmen der Therapie durch, wenn sie vom Arzt empfohlen wurden?

 

Was muss ich als Patient beitragen?

Als Patient verpflichte ich mich, aktiv an meiner Therapie mitzuwirken. Dazu gehört neben regelmäßigen Arztterminen alle 3-6 Monate und der Teilnahme an Schulungen, dass ich das Wissen um meine Krankheit nutze, um selbst etwas beizutragen. Zusammen mit dem Arzt wird ein individueller Plan nach den Möglichkeiten des Patienten ausgearbeitet, wie bestimmte Ziele erreicht werden sollen.

Beispiel: Um die Blutzuckerwerte zu verbessern, vereinbart Frau S. mit ihrem Arzt, dass sie täglich versucht, einen ausgiebigen Spaziergang zu unternehmen.
Herr M. kann momentan keinen Sport treiben. Zusammen mit seinem Arzt überlegt er sich, wie er seine Ernährung verbessern kann. Er beschließt, Vollkornbrot statt Weißbrot zu essen und seine Mahlzeit mit einer großen Portion grünem Salat zu beginnen. Durch eine Blutzuckermessung 2 Stunden nach dem Essen überprüft er, ob seine Ernährungumstellung erfolgreich ist.

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Was passiert, wenn ich aufhören möchte?

Eingeschriebene Teilnehmer können jederzeit ohne Angabe von Gründen ihre Teilnahme beenden. Dadurch ist eine Kündigung bei der Krankenkasse notwendig. Eine Nichtteilnahme oder Kündigung hat keine Konsequenzen für die Leistungen durch die Krankenkasse. Der Patient wird genauso behandelt wie vorher.

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Kann ich den Arzt wechseln?

Die freie Arztwahl bleibt faktisch erhalten. Der Teilnehmer kann jederzeit einen anderen Arzt oder direkt einen Facharzt aufsuchen. Allerdings muss er zusätzlich weiterhin die regelmäßigen Kontrolltermine bei seinem koordinierenden Arzt einhalten, sonst riskiert er, dass seine Teilnahme durch die Krankenkasse beendigt wird.
Besucht er ohne Überweisung einen Facharzt, kann er nicht mehr davon profitieren, dass Doppeluntersuchungen vermieden werden und durch Dokumentationsbögen alle behandelnden Ärzte über die Krankengeschichte informiert sind.

Ein Wechsel des koordinierenden Arztes ist möglich, wenn der neue Arzt ebenfalls das DMP der betreffenden Krankenkasse anbietet. Dort wird auf dem Dokumentationsbogen vermerkt, dass der Arzt gewechselt wurde und der vorherige Arzt dadurch automatisch informiert.

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Welche Konsequenzen hat es, wenn ich Schulungen und Termine nicht wahrnehme?

Die Krankenkassen können die Teilnahme des Versicherten beendigen, wenn er sich nicht aktiv am Programm beteiligt und die vereinbarten Termine zur Dokumentation und Schulung versäumt. Konkret ist dies der Fall, wenn zwei aufeinander folgende Dokumentationen fehlen oder innerhalb von 12 Monaten 2 empfohlene Schulungen ohne plausible Begründung versäumt werden.

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Welche Konsequenzen hat es, wenn ich vereinbarte Therapieziele nicht erreiche?

Viele Faktoren können dazu führen, dass die zwischen Arzt und Patient vereinbarten Ziele nicht erreicht werden. Auf einige hat der Patient keinen Einfluss. Deshalb kann es ihm nicht angelastet werden, wenn er die Ziele nicht erreicht. Es hat keine Konsequenzen für seine Teilnahme am Disease Management Programm.

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Wo finde ich Informationen, ob es bei meiner Krankenkasse, für meine Erkrankung und in meiner Region ein DMP gibt?

Bei den Krankenkassen erhält man Auskunft über die angebotenen Disease Management Programme. Sie werden auch Strukturierte Behandlungsprogramme oder Chronikerprogramme genannt. Dort ist auch eine Liste der teilnehmenden Ärzte erhältlich.

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Wer führt die Schulungen im Rahmen der Therapie durch, wenn sie vom Arzt empfohlen wurden?

Die Schulungen zu verschiedenen Aspekten der Krankheiten werden anhand festgelegter und qualitätsgeprüfter Schulungsprogramme durchgeführt. Entweder bietet sie der Arzt oder entsprechend qualifizierte Mitarbeiter in der Praxis selbst an oder er überweist die Patienten dazu an eine andere Praxis. Häufig gründen mehrere Praxen gemeinsam einen Schulungsverein, der die Schulungen anbietet. Auf jeden Fall muss gewährleistet sein, dass ein Patient bei Bedarf Zugang zu einer passenden Schulung in einem angemessenen Zeitraum und in der Nähe seines Wohnorts hat. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse, die darüber hinaus weitere Kurse anbieten kann.

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