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Hintergrundinformationen zu DMP

Studienergebnisse

Die beim Arzt dokumentierten Daten werden nicht nur verwendet, um den Überblick über den Krankheitsverlauf und die Therapie des Patienten zu behalten, sie dienen auch in anonymer Form dazu, die Wirksamkeit und Effektivität eines Disease Management Programmes zu überprüfen. Damit ein Programm vom Bundesversicherungsamt für weitere 5 Jahre zugelassen wird, führt ein unabhängiges wissenschaftliches Institut mit den Daten eine Evaluation durch.

Die mittlerweile vorliegenden Evaluationsberichte für Diabetes mellitus Typ 2 lassen sich wie folgt zusammenfassen (Quelle: BVA 2009):

  • In vielen DMP lässt sich tendenziell eine Verbesserung der Blutdruckkontrolle und des Raucherstatus (Aufgabe des Tabakkonsums) beobachten.
  • Die Blutzucker-Einstellung (HbA1c-Wert) konnte gehalten oder verbessert werden.
  • Der Vergleich der medizinischen Parameter der DMP-Teilnehmer mit denen, die in Bevölkerungsstudien erfasst wurden, lässt die Hypothese aufstellen, dass Patienten im DMP davon profitieren, indem ihre Werte besser als in der Vergleichsgruppe sind.

Obwohl es im Vergleich der Programme untereinander bei den Leistungsausgaben sowie den Verwaltungs- und Qualitätssicherungskosten sichtbare Unterschiede gibt, sind bei den medizinischen Parametern die Unterschiede überwiegend geringer.

Anhand der Studienergebnisse lässt sich die Hypothese aufstellen, dass die besseren medizinischen Ergebnisse auf der konsequenten Anwendung der wissenschaftlich gesicherten Therapiemethoden (evidence based medicine) und der koordinierteren Behandlung beruhen.

 

Umfrageergebnisse unter am DMP teilnehmenden Patienten zeigen, dass sich Patienten besser unterstützt im Umgang mit ihrer Krankheit fühlen. Sie werden intensiver untersucht, haben häufiger Arzttermine und ihr Arzt nimmt sich mehr Zeit für sie. Sie erhalten mehr Unterstützung zur Verhaltensänderung, mehr Informationen und Beratung. Insgesamt läuft die Behandlung koordinierter und besserer organisiert ab.

 

Die Auswertung der Leistungsdaten von DMP-Teilnehmern im Vergleich zu Nichtteilnehmern zeigt am Beispiel Diabetes mellitus Typ 2, dass Teilnehmer seltener wegen Herzinfarkten, Schlaganfällen und Amputationen ein Krankenhaus aufsuchen müssen. Sie erhalten signifikant häufiger Medikamente zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Folgeerkrankungen, besuchen häufiger den Augenarzt und haben weniger akute Komplikationen wie Über- oder Unterzuckerung.

 

Die größte und aussagekräftigste Studie zu DMP für Diabetes Typ 2 ist die ELSID-Studie, die die Daten für AOK-DMP-Teilnehmer untersuchte. Dort wurde eine geringere Sterblichkeit für DMP-Teilnehmer im Vergleich zu Nichteilnehmern mit ähnlichem Risikoprofil ermittelt.

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