Hintergrundinformationen zu DMP
Warum wurden Disease Mangement Programme (DMP) eingeführt?
Disease Management Programme wurden eingeführt, um die Versorgung chronisch Kranker zu verbessern. Denn obwohl die heutige Medizin immer bessere Möglichkeiten bietet, sind Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zu Folge von 1000 chronisch Kranken nur 250 korrekt diagnostiziert, nur 125 korrekt therapiert und nur 30 von 1000 halten sich zuverlässig an ihre Therapie. Häufig werden zudem Untersuchungen doppelt durchgeführt, weil die unterschiedlichen Teilnehmer des Gesundheitswesens (Hausarzt, Fachärzte, Kliniken) nur ungenügend vernetzt sind.
Ein chronisch kranker Patient hat in unserem Gesundheitssystem, das vorrangig auf die Therapie von akuten Erkrankungen ausgerichtet ist, mehrere Anlaufstellen für verschiedene Aspekte seiner Krankheit, die er auch beliebig wechseln kann. Durch diese unsystematische, punktuelle Behandlung besteht die Gefahr einer Unter-, Über- oder gar Fehlversorgung des Patienten.
Disease Management Programme sollen
- den Patienten eine kontinuierliche Therapie auf wissenschaftlich gesicherter Grundlage ermöglichen,
- die Behandlungen koordinieren und
- den Patienten stärken, in dem ihm das notwendige Wissen zu seiner Krankheit und was er selbst zur Therapie beitragen kann, vermittelt wird.


