Hintergrundinformationen zu DMP
Finanzierung
Bis Ende 2008:
Disease Management Programme der gesetzlichen Krankenversicherung sind in Deutschland bei der Einführung an den Risikostrukturausgleich gekoppelt worden, der einen finanziellen Ausgleich zwischen Krankenkassen gewährleistet.
Da sich Einsparungen durch DMP erst längerfristig erzielen lassen, wären im freien Wettbewerb der Krankenkassen vor allem die Kassen benachteiligt, die DMP anbieten, da sie dadurch vermehrt für chronisch Kranke und damit ausgabenintensive Versicherte attraktiv wären. Um einen finanziellen Anreiz für DMP zu schaffen, bekamen nun Kassen mit Disease Management Programmen für Ihre teilnehmenden Versicherten zusätzliche Mittel aus dem Risikostrukturausgleich. Bisher war der Ausgleich auf Kassen mit einem hohen Anteil an unterdurchschnittlichem Einkommen und ungünstigem Alter- und Geschlechterverhältnis beschränkt.
Ab 2009:
Mit Einführung des Gesundheitsfonds am 1.1. 2009 wurde der Risikostrukturausgleich an das Vorkommen von 80 ausgabenintensiven Diagnosen gekoppelt. Die Kassen erhalten also zusätzlich zur Grundpauschale aus dem Gesundheitsfond für jeden Versicherten mit einer solchen Diagnose einen Risikoausgleich, unabhängig ob dieser an einem DMP teilnimmt oder nicht. Damit DMP weiter angeboten werden, erhalten die Krankenkassen eine Programmkostenpauschale von 180 € pro Jahr für jeden eingeschriebenen Versicherten.
Für die Versicherten ist die Teilnahme generell kostenlos.



