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Hintergrundinformationen zu DMP

Geschichte der Disease Management Programme - Wie sind sie entstanden?

  • Die Grundlagen der DMP wurden 2002 mit dem „Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleiches in der gesetzlichen Krankenversicherung“ eingeführt.
    Die Gesundheitsreform war notwendig geworden, da der größte Teil der Ausgaben im Gesundheitswesen auf chronisch Kranke entfiel. Allerdings wäre ohne finanziellen Anreiz ein Programm, das erst längerfristig zu einer Kostensenkung führen würde, für die Krankenkassen unattraktiv. Schließlich bestünde die Gefahr, dass sich chronisch Kranke und damit überproportional kostspielige Versicherte vermehrt bei einer Kasse versicherten, die ein solches Programm anbietet.
  • Deshalb führte der Gesetzgeber zeitgleich eine Reform des Risikostrukturausgleiches durch. Krankenkassen erhielten nun nicht nur einen Ausgleich für Versicherte mit unterdurchschnittlichem Einkommen und ungünstiger Einkommens- und Geschlechterverteilung, sondern auch für in Disease Management Programme eingeschriebene Versicherte.
  • Mit dem „Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs im Gesundheitswesen“ (GKV-WSG) wurden zum 1. Januar 2009 der Gesundheitsfonds eingeführt und der Risikostrukturausgleich geändert. Alle Kassen erhalten nun aus dem Gesundheitsfond eine Grundpauschale für jeden Versicherten und darüber hinaus Zuschläge für Versicherte mit besonders kostenintensiven Krankheiten. Damit DMP weiterhin von den Kassen angeboten werden, erhält die Kasse eine Programmkostenpauschale von 180 € für jeden teilnehmenden Versicherten.
  • Nach Erarbeitung der wissenschaftlichen und gesetzlichen Grundlagen durch den damaligen Koordinierungsausschuss konnten die Krankenkassen bzw. –verbände die ersten DMP entwickeln und Verträge mit den Ärzteverbänden und Kliniken schließen. 2003 konnten dann durch das Bundesversicherungsamt die ersten Programme für Diabetes mellitus Typ 2 und Brustkrebs zugelassen werden und an den Start gehen.

Zurzeit gibt es Programme für folgende Krankheiten:

  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Brustkrebs
  • Koronare Herzkrankheit (mit Modul Herzinsuffizienz)
  • Asthma
  • Chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

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