Einblick in Disease Management Programme (DMP)
Wie läuft ein DMP ab?
Wer an einer chronischen Erkrankung leidet und am betreffenden DMP teilnehmen möchte, wendet sich am besten an seinen behandelnden Arzt. Bietet dieser ein DMP der Krankenkasse des Patienten an, kann der Patient sich dort einschreiben. Andernfalls gibt es bei den Krankenkassen eine Liste von allen teilnehmenden Ärzten.
Einschreibung
Arzt und Patient füllen gemeinsam eine Einschreibeerklärung und Erstdokumentation aus. Wichtige Gesundheitsdaten und Laborwerte werden erhoben und überprüft, ob die genaue Diagnose der chronischen Erkrankung zum Programm passt. Außerdem wird vereinbart, in welchen Abständen Kontrolltermine beim Arzt stattfinden. Die Formulare werden an die Datenstelle der zuständigen Krankenkasse geschickt. Von dort erhält der Patient eine Teilnahmebestätigung und eventuell eine neue Versichertenkarte.
Kontrolltermine
An den Kontrolltermine alle 3 oder 6 Monate werden wieder Gesundheitsdaten erhoben. Außerdem planen Arzt und Patient gemeinsam, wie die weitere Therapie aussehen soll. Dabei wird auch berücksichtigt, was der Patient beitragen kann und welche Ziele er hat. Gemeinsam werden auch Ziele vereinbart, die mit der Therapie erreicht werden sollen, z.B. Verbesserung des HbA1c-Wertes um 0,5%. Bei jedem weiteren Termine wird überprüft, ob die Ziele erreicht wurden oder warum nicht. Wenn der Patient Schulungen benötigt, werden Sie ihm angeboten und er muss Sie besuchen. Damit wird er sicherer im Umgang mit seiner Erkrankung. Ergeben sich bei diesem Termin gesundheitliche Probleme, kann der Arzt Überweisungen zu Fachärzten geben oder in eine Klinik zur weiteren Behandlung einweisen.
Alles wird dokumentiert und an die Datenstelle der Krankenkasse geleitet.
Außerplanmäßige Termine
Natürlich kann der Patient außerhalb der Kontrolltermine jederzeit seinen Arzt aufsuchen, wenn er gesundheitliche Probleme hat.
Unterstützung durch die Krankenkasse
Je nach Pogrammgestaltung durch die Krankenkasse bekommt der DMP-Teilnehmer Informationsmaterial zu seiner Krankheit, wird an Termine beim Arzt erinnert, kann an weiteren Schulungen teilnehmen oder sich an medizinische Beratungshotlines wenden.



